Aris Quartett.jpg
Ludwig van Beethoven

Quartett c-Moll op.18,4

 

Bela Bartók

Quartett Nr.5 Sz.102 (1934)

 

Ludwig van Beethoven

Quartett e-Moll op.59,2

GELBE REIHE

Eintritt 25 €. Freier Eintritt für Mitglieder Musikfreunde, Schüler und Studenten

Montag, 24. September 2018, 19:30 Uhr, Kongresshaus Rosengarten

 

Podium junger Künstler international:

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Coburg – Kulturabteilung

Rising Stars

 

ARIS QUARTETT

Anna Katharina Widermuth, Violine

Noémi Zipperling, Violine

Caspar Vinzens, Viola

Lukas Sieber, Violoncello

 

15 Jahre nach Beendigung unserer Präsentation sämtlicher Streichquartette Beethovens ist es an der Zeit, diese wichtigen Werke wieder im Programm zu hören. Außerdem wird der Zyklus sämtlicher Streichquartette Bela Bartóks fortgeführt. Das junge Aris Quartett beschreibt man am besten mit den enthusiastischen Pressestimmen wichtiger Medien: "... eine wahrlich meisterhafte Interpretation..." Mannheimer Morgen (09.05.2018), "... ein atemberaubendes Erlebnis..." Westfälische Nachrichten (19.03.2018), “.... eines der aufsehenerregendsten Ensembles der jungen Generation...” ARTE, "Stars von morgen" (04.03.2018), " eines der spektakulärsten Ensembles der Kammermusikszene..." Focus online (14.02.2018), "... Inspiration und Präzision... transparente Klarheit des Klangbilds..." FAZ (20.01.2018), " ... geradezu sensationell gut musiziert..." ORF (16.10.2017), "Ebenso engagiert und zupackend wie feinsinnig spielen die vier... - ein Erlebnis !" WDR 3 (02.10.2017), " Das Aris Quartett gilt als die Zukunft der Klassikszene…“ZDF Aspekte (07.07.2017), "... klanglicher Reichtum und Ausdruckspräzision...mit einem packenden Kehraus voller Wucht und Energie..." Süddeutsche Zeitung (01.06.2017), "... eine mitreißende Interpretation..., die technisches Können, Präzision und Leidenschaft vereint..." Fono Forum (April 2017),

 

www.arisquartett.de

 

Neue Presse vom 26. September 2018

 

Muskalischer Feuersturm

 
Fulminanter Start in die Konzertsaison: Das junge "Aris Quartett" versetzt mit Virtuosität und Leidenschaft die Coburger Musikfreunde in Euphorie
 

von Dr. Peter Müller

 

Kein Wunder, dass das junge Frankfurter "Aris Quartett" seit 2012 sämtliche wichtigen Musikpreise abräumt. Man muss wenigstens einmal im Leben diese vier virtuosen Solisten, die sich 2009 zu dieser auf wunderbare Weise bis in die Haarspitzen harmonierenden Formation zusammengeschlossen haben, live hören und sehen, um die faszinierende Leidenschaft des Musizieren zu erleben.

Anna Katharina Widermuth und Noémi Zipperling an den Violinen, Caspar Vinzens an der Viola und Lukas Sieber am Violoncello waren die "Rising Stars" auf dem "Podium junger Künstler International", die am Montagabend die sehr zahlreichen Konzertbesucher der Musikfreunde Coburg im Kongresshaus Rosengarten vom ersten Akkord an in einen Rausch der Begeisterung versetzten.

Schon das Streichquartett c-Moll op. 18,4 von Ludwig van Beethoven offenbarte: Hier geschieht etwas Unerhörtes, etwas so noch nie Gehörtes. Die Künstler unterstrichen in ihrem Spiel jede Phase der Komposition mit ihrer temperamentvollen Spielweise, Mimik und Körperhaltung, Bogenstrich und Einsatz. Sie zogen den Hörer damit auch visuell in die Inspiration Beethovens hinein. Die Eleganz des Zusammenspiels vermittelte die leidenschaftliche Energie der Komposition wie eine Novelle.

Nach dieser musikalischen Geschichte mit pfiffig-spitzbübischen und furiosen Momenten kam es zu einer Klangexplosion, die wie ein Feuersturm durch den Saal fegte. Béla Bartóks "Streichquartett Nr. 5 Sz. 102" von 1934 schildert den Zusammenbruch der Harmonien und der Tonalität angesichts der existenziellen Einschläge des Krieges (Allegro). Die ganze Wucht des Schicksals wurde zu einer eindringlichen dichten Klangwelt. Individuelle Klangfarben suchten nach tonalem Halt (Adagio molto), ergaben sich in tänzerischen Rhythmen folkloristischer Ausgelassenheit (Scherzo-Alla bulgarese) oder feierten den schönen virtuosen Schein (Andante). Im "Finale-Allegro vivace" brach sich der energiegeladene Überlebenswille der Kultur seine Bahn.

Nicht weniger überwältigend gestaltete das Aris Quartett das abschließende Streichquartett e-Moll op. 59,2, in dem sich Beethoven als Komponist zeigt, der seiner Zeit weit voraus war und der expressiven Moderne eines Bartók gleichkommt. Allerdings setzt seine ebenso dicht durchkomponierte Sonate eine licht- und kraftvolle Klangwelt des Lebens in seiner rhapsodischen Vielfalt frei, in der Fröhlichkeit und Lebenslust dominieren.

Nachdem die brillante Spielkultur der vier Musiker dem Publikum bis dahin den Atem verschlagen hatte, brach die Begeisterung am Ende wie ein Sturm hervor. Mit dem "Contrapunctus I" aus der "Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach versuchten die Musiker das Publikum herunterzufahren. Die Faszination ihres Spiels gerade auch in dieser Performance sorgte aber für weitere stürmische Ovationen.

Zu Beginn des Konzerts hatte sich Dr. Alfons Kreczy als 1. Vorsitzender der Gesellschaft der Öffentlichkeit vorgestellt, der nach 35 Jahren Josef Schaschek nachfolgt, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist. Alfons Kreczy stellte das neue Programm der Gesellschaft vor, das neben den sieben klassischen Konzerten ("Gelbe Reihe") erstmals sieben weitere (Crossover-)Konzerte als "green line" vorsieht, die in verschiedenen Lokalitäten Coburgs Lust auf Klassik machen sollen.